FSME = Frühsommer- Meningo- Encephalitis

FSME in Deutschland
 
In Deutschland ist vor allem in Bayern und in Baden-Württemberg (WEISSWURSTGRENZE) mit FSME-übertragenden Zecken zu rechnen.
In Bayern finden sich FSME-tragende Zecken in hoher Dichte im Donaugebiet zwischen Deggendorf und Passau. Außerdem ist die südöstliche Landesgrenze zu Tschechien FSME-Gebiet. Ein weiterer Herd findet sich bei Schobenhausen, zwischen Ingolstadt und Augsburg gelegen.
 
In Baden-Württemberg ist FSME am Nordufer des Bodensees besonders häufig zu erwarten. Im Odenwald greift die Infektion auch auf die hessische Seite des Mittelgebirges über. Weitere Herde finden sich um Freiburg-Kirchzarten-Waldkirch, zwischen Tübingen und Freudenstadt und schließlich um Pforzheim.


 
FSME in Europa

Besonders FSME-reiche Gebiete in Europa sind Slowenien, Estland, Litauen, Lettland und Russland. In Österreich konzentriert sich die FSME auf Kärnten und die Steiermark. In Tschechien ist besonders Südböhmen befallen.
 
Wer sich im Wald und in freier Natur aufhält, kann von Zecken befallen werden. Zecken halten sich bevorzugt in hohem Gras, Gebüsch und Unterholz auf. Zu den gefährdeten Personen in Risikogebieten zählen deshalb alle Personen, die sich aus beruflichen Gründen oder während Freizeitaktivitäten in freier Natur aufhalten- Wald-, Land- und Forstarbeiter, Freizeitsportler, Urlauber, Bewohner von Risikogebieten.
 
Zecken lassen sich bevorzugt auf unbekleidete Körperteile fallen. Jedoch suchen sie von dort aus auch bekleidete Körperareale auf, besonders solche, die warm und feucht sind (Achselhöhle, Haaransatz, Leistenbeuge).
 
Beim Beißen gibt die Zecke eine betäubende Substanz ab. Deshalb erinnern sich die Befallenen später oft an keinen Zeckenbiss.
 
Nach dem Biss verhakt sich die Zecke mit ihren Beißwerkzeugen in der Haut des Opfers. In aller Ruhe saugt sie sich nun voll Blut. Ist sie nach mehreren Tagen satt, fällt sie ab.
 
Unmittelbar nach dem Biss ist die Zecke als kleiner schwarzer Punkt sichtbar, der sich nicht wegwischen lässt.
 
 
 
FSME-Impfung
 
Verhindert werden Erkrankungen an FSME durch die Schutzimpfung.
Dabei werden abgeschwächte Krankheitserreger in den Muskel gespritzt. Sie bewirken im Organismus des Impflings eine Antikörperbildung gegen FSME-Viren.
 
 
 
Impfschema
 
Sicherer Schutz vor Erkrankung ist erst nach drei Impfungen zu erwarten. Nach der Erstimpfung erfolgt zwei bis zwölf Wochen später die Zweitimpfung. Die dritte Impfung gibt es neun bis zwölf Monate nach der zweiten.
Soll der Impfschutz aufrecht erhalten werden, muss alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen.
 
Bei kurzfristigem Reiseantritt besteht die Möglichkeit eine Schnellimmunisierung durchzuführen. Impfung sofort, nach 10 und 24 Tagen
 
 
 
WAS KANN MAN SONST NOCH TUN?
 
Nach erfolgtem Zeckenbiss, besteht die Möglichkeit die Zecke auf Borrelien untersuchen zu lassen, da bei Reizloser Bißstelle keine Indikation zur Behandlung mit Antibiotika besteht.
 
Sie haben die Möglichkeit die Zecke am Veterinärmedizinischen TAUROS Institut der Universität Bielefeld gegen Gebühr untersuchen zu lassen.
 
Info unter:  www.tauros-diagnostik.de Unter der Rubrik Zecken können Sie ein Auftragsformular zur Zeckenanalyse herunterladen. Die Untersuchung kostet ca. € 32,40. Lassen sich Borrelien nachweisen, besteht die Indikation zur Antibiotikatherapie auch wenn keine Hauterscheinungen bestehen.
 
 
 
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